THUNDERMOTHER/DYMYTRY

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Fenria
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THUNDERMOTHER/DYMYTRY

Beitrag von Fenria »

THUNDERMOTHER/DYMYTRY
02.06.2022 Hole 44 Berlin
Rezension by Andy Dax vom Streetteam Berlin



Ein warmer Donnerstag Abend in Berlin. Der gute Hartmut und ich sind im Namen des Streetteam Berlins unterwegs zu dem Konzert der schwedischen Band Tundermother.
Zu diesem Konzert haben Thundermother di Czechische Band Dymytry mitgebracht aber hierzu später noch etwas mehr.

Auf dem weg zum Hole 44 konnte man schon auf diversen Spätis laut die Musik von Thundermother hören. Auch hier hat man sich auf das Publikum eingestellt. Dies scheint auch funktioniert zu haben, denn vor den Spätis tummeln sich die Leute mit ihren Heavy Metal Kutten.
Die Atmosphäre ist klasse.
Ich muss hinzufügen, dies ist mein erstes Konzert nach über 2 Jahren “Zwangspause” dank COVID-19.
Bei der, von außen doch unscheinbar wirkenden Halle, wird die Aufregung groß um rein zu gehen.
Die Konzertwelt hat uns wieder und es hat sich nichts verändert. Innerhalb kürzester Zeit reden wir mit anderen Fans unter anderem eine nette Rockerin mit sehr pinken Haaren und einer weiteren Dame aus Brasilien. Die Atmosphäre ist völlig unbeschwert und man merkt Rocker unter sich, sind eine große Familie.

Wir hatten das große Glück direkt vor der Bühne zu stehen. Es gab auch eine Sicherheitsabsperrung und man war in Armlänge der Künstler.

Das Bühnenbild gibt ein sehr dystopisches Feeling, mit großen Scheinwerfer- und Lichtsäulen und auf dem Schlagzeug sieht man das Logo der, oben erwähnten Czechischen Band “Dymytry”.

Viele Leute im Publikum hatten noch nie von Dymytry gehört und ich konnte sie etwas darüber informieren, was für Musik sie erwartet, da ich schon sehr vertraut war mit der Musik.

Die Lichter gehen aus und Dymytry kommen auf die Bühne. Sofort hat man das Gefühl in einer Neuverfilmung von “Mad Max” zu sein. Die Band tragen alle Outfits, die nach Arbeiter/Strassenkrieger und Zukunftspirat aussehen. Gepaart mit den Masken, ein echt cooles Auftreten.

Die Band haut die ersten Akkorde zu “Revolt” (gleichnamiger Titel auch zu dem Album von Dymytry Anm. d. Verfassers) und man merkt sofort, dass wird kein gewöhnlicher Auftritt. Auch die Blicke der anderen Zuschauer haben Bände gesprochen. Begeisterung pur.
Von Revolt ging es dann in den “starken” Song “Stronger” über und auch hier hat das Quintett um Sänger Alan Gas gegeben.
Spätestens hier haben alle im Publikum bereits einsetzende Genickstarre vom Headbangen. Keiner kann Still stehen.
Gefolgt von dem Song “300” einer total Metalnummer, spielt die Band in Topform.
Die Melodien sind klasse, die Akustik in dem kleineren Saal ist Top und alles passt.
Nun spricht der Sänger Alan ein wenig und informiert das Publikum “We are never going to Die” und leitet somit den nächsten Song ein, welcher (meiner Meinung nach) epische Proportionen annimmt und man sofort mitsingen muss.


Nun kommt der Song “Hope” bei dem es dann eine kleine Verschnaufpause gibt, da dieser Song etwas auf der ruhigeren Seite ist, dennoch nicht zu verachten.

Nach “Hope” nimmt Alan sich wieder die Zeit und spricht, in sehr gutem Deutsch mit dem Publikum. Er sagt “Wir brauchen jetzt Eure Hilfe, Ihr müsst alle diese einfache Melodie mitsingen” er stimmt die Melodie zu dem Song “Chernobyl 2.0” an.
Alle singen mit “Na na na naaaaa na usw.” und schon rumpelt der Song los und überfährt einen wie eine Metalgeladene Dampfwalze. Der absolute Wahnsinn!

Nun brauch die Band eine kurze Verschnaufpause, bis auf der Drummer.
Drum Solo und man kann es nicht anders sagen, der Drummer erinnert einen an das “Tier” von der Muppet-show. Ein so kraftvolles und beeindruckendes Drum Solo habe ich selten gesehen.

Der nächste Song “Touchdown” geht los und der ganze Saal ist am springen. Die Stimmung und Atmosphäre im Hole 44 ist auf Hochtouren und alle singen bei dem Song “Touchdown” den Refrain mit.
Der Gitarrist macht dann plötzlich ein-händige Ratschläge, mit Gitarre um den Hals. Sehr beeindruckend. Ich kann noch nicht mal einen mit 2 Händen geschweige mit einer Gitarre um den Hals.

Alan kündigt an “wer den jetzigen Song kennt, bitte ganz laut mitsingen” und es geht in den alten Klassiker “Somebody's watching me” von Rockwell über. Eine sehr gelungene Version des Songs. Alle singen mit und man merkt, die Band hat auch richtig Spaß an dem Auftritt.

Der letzte Song ist dann “Behind the Mask”, welchen Dymytry ursprünglich zusammen mit Hämatom aufgenommen haben. Toller Song und sie geben nochmal alles.

Der Auftritt ist fertig, Die Band macht noch viele “Fistbumps” mit den Fans und Alan kündigt an, dass sie noch am Merch Stand auffindbar sein werden, mehr dazu dann später.

Alle um uns herum waren nur am strahlen und jeder hat nur gesagt “Was für ein Hammer” oder “Wie geil waren die denn bitte”. Der Auftritt war klasse und man hätte sich Dymytry noch 2 weitere Stunden anhören können.
Ein rundum gelungener und kraftvoller Auftritt.
Jederzeit gerne wieder.



In Windeseile sind die Roadies zugange und bauen die Bühne, für das Hauptevent des Abends, um.

Es ist Zeit für THUNDERMOTHER


Nach und nach kommen die Damen von Thundermother auf die Bühne und das Publikum flippt aus. Die Stimmung ist am kochen und jeder hat Bock auf Rock n Roll der feinsten Art.
Filippa Nässil, die Gitarristin des schwedischen Quartetts haut in die ersten Noten von dem Song “Whatever” aus dem Album “Thundermother” und schon geht die Rock n Roll Achterbahn los. Guernica Mancini, die Sängerin singt mit ihrer Bluesigen stimme den Song absolut perfekt.
Die Menge tobt und genießt jede Sekunde.


Sofort geht es in den Song “The Road is ours” von ihrem letzten Album “Heat Wave” über und alle singen den Refrain mit. Es wird getanzt, gelacht und gefeiert.
Die Menschen sind einfach nur glücklich.

“Dog from Hell” auch von dem letzten Album und einer meiner Favoriten nimmt das Tempo etwas runter aber das soll nicht heißen, dass es dadurch langsamer wurde. Nein alle singen bei dem Refrain lauthals “Love is a dog, a dog from Hell” mit und auch jetzt sitze ich hier mit Gänsehaut, wenn ich an den Moment zurückdenke.

Auch Mona “DeMona” Lindgren am Bass und Emlee Johansson hinter den Drums geben alles und man kann schon beim dritten Song sehen, diese 4 Damen sind die perfekte Besetzung für Thundermother. Es gab diverse Sängerinnen und Musiker in der Vergangenheit. Dazu aber nichts hier.

Nun geht es zurück in das Jahr 2015 zu dem Song “It's just a tease” von dem Album “Road Fever”. Guernica Mancini ist unermüdlich und Filippa Nässil flitzt mit der Gitarre von einer Seite der Bühne zur anderen.

Guernica und Filippa reden ein wenig mit dem Publikum und erzählen uns, dass der nächste Song durch ihr erstes Mal in Wacken spielen inspiriert wurde und schon geht es in die Turbonummer “Into the Mud” über. Am liebsten wäre man jetzt auf dem Holy Ground und würde gerne zu der Nummer im Matsch rumhüpfen. Mona “DeMona” legt auch kräftig mit dem Bass ihre Riffs hin und gerade bei diesem Song merkt man das Instrument super.

Nun gehts ins Jahr 2014 zu dem Album “Rock n' Roll Disaster” und der Song ist kein anderer als “Thunderous” und auch hier liefert Guernica wieder ab.

Lied Nummer 7 an diesem Abend ist “Back in '76” von “Heat Wave”. “Hey Girls get your Kicks, join the train of '76” es geht los und man hat wieder eine kraftvolle Nummer die absolut Ohrwurmpotenzial besitzt.

Der Laden ist am kochen und überall wo man hinschaut sieht man feiernde Manschen, die alle nur das eine im Sinn haben: Einen tollen Abend mit einer tollen Band und grandioser Musik.

Nun flippt Filippa an der Gitarre etwas aus und legt wieder ein ganz heißes Solo hin und man weiß, nun kommt der Song “Hellevator” und jeder singt wieder mit. Die Band scheint es sichtlich zu genießen für Berlin zu spielen. Auch die Band ist viel am lachen und motiviert das Publikum zum mitfeiern an.

Das neue Album “Black and Gold” (Vö. 19.08.2022) wird vorgestellt und es geht in die erste Single “Watch out”. Eine schnelle aber auch ins Ohr gehende Nummer, die sehr darauf hoffen lässt wie der Rest des Albums sein wird. “Hey! Watch out!” und schon sind überall die Pommesgabeln in der Luft. Raise the Horns.

Der erste Track des Albums “Heat Wave” ist nun dran, “Loud and alive” und Guernica legt wieder los. Wie macht die Frau das nur, dass ihre Stimme nicht bei diesen coolen Songs entgleist?
Der raum flippt wieder aus und singt laut “Follow me” (Teil des Refrains) mit.

Nun ist es Zeit für den Titel Track des Albums “Heat Wave” auch ein Highlight, da der Song mit seinem coolen Bass/Gitarre Intro ein absoluter Genuss ist. Guernica kann hier in dem Song auch etwas die Stimme schonen, am Anfang, dann geht es wieder in die gewohnte Rockröhre. Gänsehaut ist schon wieder da. Einer der coolsten Songs.

Nun geht die Reise nach “Mexico” ebenfalls von dem Album “Heat Wave”. Ein Song, der viel Spaß macht und etwas vom Gaspedal geht aber einen sehr schönen Bluesigen Groove mit sich bringt. Erinnert von der Musik manchmal ein wenig an die guten alten ZZ Top Rhythmen.

Nun gibt es wieder eine kleine Spracheinlage. Filippa macht sich ein Bier auf und macht ein Prost zum Meister selber “This one goes to you Lemmy, wherever you are” und der Song “Deal with the Devil“ von dem Album „Road Fever“ wird angestimmt und gleich hat man den Lemmy und Motörhead Vibe drauf.

Guernica muss zwischendurch auch mal etwas trinken und durchatmen. Sie erzählt, dass der folgende Song „I don't know you“, die zweite Single des bevorstehnden Albums „Black and Gold“ ist und sie dafür einen Kaugummi benötigt, damit sie die hohen Töne des Songs auch erreichen kann. Der Kaugummi hat den Trick erledigt, sie legt eine perfekte Performance des sehr melodischen Songs hin. Eine tolle und sehr gefühlvolle Nummer.

Jetzt kommt eine wohlverdiente Pause, zumindest für 3 der Damen. Emlee Johansson darf nun mal so richtig in die Felle hauen und es kommt ein super Solo. Durch das Hole 44 zieht ein mörderischer Donnerschlag. Die Dame hat Wahnsinns Power und es rumpelt. Grandios !

Nun wird das neuste Mitglied der Band vorgestellt, Mona „DeMona“ Lindgren und sie spielt zusammen mit Emlee und dann kommt die Gitarre hinzu und es geht in den coolen Song „Revival“ über. Am Ende dieses Songs geht Filippa von der Bühne und läuft tatsächlich durch die ganze Halle, durchs Publikum. Die Stimmung ist grandios. Bei ihrem „Spaziergang“ hört man dann auch Anfänge von „Crazy Train“, „Paranoid“, „Are you gonna go my way“ und noch ein paar weitere Songs, bevor es dann in „We fight for Rock 'n' Roll/ (You gotta) fight for your right (to Party)“ ein mix von Thundermother und Beastie Boys, übergeht.

„Give me some ligths“ von „Road Fever“ kommt nun. Wieder eine Powergeladene Nummer und Filippa haut wieder kräftig in die Saiten.

Der letzte Song „Driving in Style“ wird nun angestimmt und alle eskalieren nochmal. Die Leute haben einen Spaß, sowas hat man nicht oft.

Die Band kommt zum and der Bühne, verbeugen sich, geben Fistbumps und verlassen die Bühne.

Ein wahnsinnig gutes Konzert und ich schaue zu Hartmut mit einem großen lachen im Gesicht. Wir beginnen seine Kamera einzupacken und da kommen Thundermother nochmal auf die Bühne.
Guernica erklärt, dass sie so viel Spass haben und wir so ein tolles Publikum sind, dass sie doch noch einen Song spielen wollen und so legen sie mit „Shoot to kill“ nochmal eine Powernummer hin. Das einzige was fehlt sind die Pyros am Ende. Ein großes Feuerwerk, diese Konzert.

Nun war das Konzert aber wirklich fertig.
Wir sind dann noch zum Merchandise Stand gegangen, haben dort die sehr sympathischen Jungs von Dymytry kennengelernt, Fotos gemacht und Autogramme geholt.
Dann standen plötzlich Mona und Emlee von Thundermother in der Halle. Auch die haben sich sehr viel Zeit genommen und haben mit den Fans Fotos gemacht und Autogramme geschrieben.

Die beiden waren auch sehr nett und es war der perfekte Abschluss zu eine der besten Konzerte, die ich persönlich je miterlebt habe.
Dymytry war absolut klasse und Thundermother ebenso.
Ein Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde.
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